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04. Januar 2002 –
30. Januar 2002



zwischen Raum

Martina Vontobel

Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel
Martina Vontobel

zwischen Raum

IG Halle in der Alten Fabrik Rapperswil

4. bis 30. Januar 2002


Martina Vontobels plastische Arbeiten erzielen eine ähnliche Wirkung, wie es Werke der Konstruktiven Kunst tun. Sie verfolgen das Zusammenspiel optischer und räumlicher Gesetze und ermöglichen dem Betrachter, etwas über seine Wahrnehmung zu lernen. Ihre Werke sind Sinnbilder für vorhandene Ressourcen. Sie können Fragen beantworten zu Material, Raum und Form und neue Perspektiven eröffnen.

Kurator: Martin Mühlegg
Text: Martin Mühlegg / IG Halle

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Dialog über Phänomene

Trotz dieser Parallelen lässt sich Martina Vontobels Werk in seiner Eigenart kaum einordnen. In einer fast minimalistischen Weise schichtet, flechtet und fügt sie einzelne, mehr oder weniger identische Elemente zusammen. Sie führt einen geheimnisvollen Dialog mit dem Werkstoff, der auf den Betrachter überspringt. Die so entstandenen Strukturen führen zu etwas Neuem, Irritierendem, auch Ästhetischem. Die kreisförmigen Werke erzielen gar eine sakrale Wirkung. Ein Ausstellungsbesucher soll deshalb den Wunsch geäussert haben, in das Objekt hinein sitzen zu dürfen.

Neben den Kreisen formt Martina Vontobel vor allem Türme und Flächen – und neuerdings auch komplexere Formen. Ein weiteres charakteristisches Element in Martina Vontobels Arbeiten ergibt sich aus den Zwischenräumen, welche sich aus dem System der Elemente ergeben. In diese Räume dringt der reale Raum mit Licht und Schatten. Das Schichten, Flechten und Verspannen wird so in ihrer Arbeit grundsätzlich, weil sie sich augenfällige Aufbausysteme erarbeitet, welche mit dem jeweiligen Material möglich sind und so die Werke in ihrer Aussage unterstützen.

Jedes Element ist notwendig

Martina Vontobel verzichtet auf versteckte Hilfsmittel wie Nägel oder Leim und muss deshalb manche Arbeiten vor Ort aufbauen. So entsteht ein Kontext zwischen der materialspezifischen Aussage und dem Aufbausystem. Im Sinne einer Ganzheitlichkeit wird so jedes Element und jedes Material notwendig, weil es eine Funktion ausübt.

Den gleichen Dialog, den sie mit ihrem Arbeitsmaterial führt, liegt auch ihrer Inspiration zugrunde. Manchmal stehe sie fasziniert vor einem alten Mauerwerk und überlege sich, was es sei, das sie anziehe, so Martina Vontobel. Meist komme sie dann zum Schluss, die Faszination gründe in der Logik des Aufbaus, in der Wiederholung und im Umgang mit dem Raum.

Fokussiert auf die Logik

Im Gegensatz zu ihren früheren Arbeiten, die sie aus alten, von Wetter, Wind und Zeit gezeichneten Schindeln fertigte, benutzt sie heute neues Material und bündelt so den Fokus noch stärker auf die Logik. Die „geschenkten Geschichten“ lenken so nicht mehr ab vom Dialog, den Martina Vontobel via Material mit dem Betrachter führen will.

An der Vernissage vom Freitag, 4. Januar (19 Uhr) führt John Matheson ein ins Werk Martina Vontobels. Der Redner gehört gleichzeitig zu den „Entdeckern“ der Künstlerin aus Küsnacht: Er war 1998 Juror bei der Ausstellung Junge Kunst in die Alte Fabrik! und sorgte mit dafür, dass die plastischen Arbeiten Martina Vontobels erstmals einem grösseren Publikum gezeigt werden konnten. Zwei Jahre später kuratierte Matheson auch ihre Ausstellung im Stadthaus Uster.

Anlässe in der Ausstellung ZWISCHEN RAUM

Vernissage

Freitag, 4. Januar, 19.00 Uhr

Einführung: John Matheson


Matinée

Sonntag, 20. Januar, 11.00 Uhr

Mit Martina Vontobel

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