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22. Februar 2002 –
01. April 2002



Unter Pinguinen

Bruno P. Zehnder

Ausstellung Unter Pinguinen
Ausstellung Unter Pinguinen
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Bruno P. Zehnder in der Antarktis
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder
© Fotografie Bruno P. Zehnder

Unter Pinguinen

IG Halle in der Alten Fabrik Rapperswil

22. Februar bis 1. April 2002


Wo der Mensch nur Zaungast ist

Themenwochen Unter Pinguinen mit einer Fotoausstellung von Bruno P. Zehnder

 

Unter dem Patronat der Nationalen Schweizerischen UNESCO-Kommission präsentiert die IG Halle in Rapperswil die Themenwochen Unter Pinguinen. Kern des Projektes ist eine Ausstellung mit Bildern des 1997 verstorbenen Bruno Pinguin Zehnder. Auf dem Programm stehen diverse Vorträge, Kleinkunstabende und Multivision-Shows.


Projektleitung: Charly Hochstrasser und Charlotte Schneider

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Als Bruno P. Zehnder sechs Jahre alt war, baute er im elterlichen Garten in Bad Ragaz einen Pferch mit einem kleinen Teich in der Mitte. Er hoffte, das neue Gewässer würde seine Eltern ermutigen, ihm einen Pinguin zu schenken. Erst 1975 oder 24 Jahre später sollte es zur ersten Annäherung kommen, als Zehnder per Schiff in die Antarktis reiste. „Ich hörte das Geschrei aus Tausenden Kehlen. Es war wie eine religiöse Erfahrung“, erinnerte er sich später an seine erste Begegnung mit frei lebenden Pinguinen.

Berufung am Ende der Welt gefunden

Innert eines Augenblicks wurde aus dem Globetrotter, Sprachlehrer und Dressman ein autodidaktisch arbeitender Pinguin-Fotograf. Während seiner 21 Reisen in die Antarktis lernte er mit den schwierigen Licht- und Wetterverhältnissen umzugehen und wurde Mitglied der Kaiserpinguin-Kolonie bei der russischen Forschungsstation Mirny.

Ende der 80er-Jahre gelang Zehnder der Durchbruch als Fotograf. 1989 kaufte das New Yorker Museum of Modern Art seine Bilder an. 1990 war er BBC-Fotograf des Jahres, 1996 erhielt er in den USA die Auszeichnung „Best Picture of the Year“. Seine zunehmende Popularität, die auch in der Produktion von Kalendern gründete, setzte er ein für den Schutz der Antarktis und ihrer Bewohner. Wenn das Lachen der Fernsehzuschauer über den humorvollen und schrägen Pinguin-Mann verstummt war, wies er jeweils hin auf die Zerbrechlichkeit des Ökosystems am Südpol. Für sein Engagement wurde er ausgezeichnet mit dem Umweltschutz-Preis der UNO.

1997 packte Bruno P. Zehnder ein letztes Mal die Koffer für eine Expedition in die Antarktis. Ein Bild fehlte ihm noch: Er wollte dokumentieren, wie die kleinen Kaiser im antarktischen Winter aus ihren Eiern schlüpfen. 

Erfroren im Blizzard

Trotz Sturmwarnung verliess er am Mittag des 7. Juli 1997 die Forschungsstation Mirny. Wenig später wurde er über Funk angewiesen, sofort zur Station zurückzukehren, da sich das Wetter verschlechterte. Ausgerückte Russische Suchtrupps kehrten erfolglos zurück. Nach einer dramatischen Odysee durch Sturm, Eis und Schnee erfror Zehnder schliesslich unweit der Station.

Die Ausstellung der IG Halle dokumentiert Arbeit und Leben Bruno P. Zehnders. Eine Auswahl seiner preisgekrönten Bilder ist zu sehen, aber auch seine weniger bekannte mystische Seite. Eine Bildserie dokumentiert den Lebenszyklus der Kaiserpinguine, eine andere zeigt die acht subantarktischen und antarktischen Pinguinarten. Ausgestellt sind auch Ausrüstungsgegenstände, darunter Zehnders Kamera und der berühmte, mit vielen Emblemen versehene Anorak. Ausserdem können die Ausstellungsbesucher Urs Schnells DOK-Film „Der Pinguin Mann“ sehen.

Zur Ausstellung hat artefix kultur und schule einen pädagogischen Leitfaden herausgegeben, der eine Stufen gerechte Auseinandersetzung mit den Themen „Fotograf und Künstler“, „Abenteurer“, „Kaiserpinguine“ und „Engagement für die Antarktis“ ermöglicht. 

 Vorträge, Kleinkunst und Multivision-Shows

Die Ausstellung von Bruno P. Zehnder bildet den Kern der Themenwochen Antarktis. An fünf Wochenenden im Februar und März präsentiert die IG Halle ein breites Spektrum an Vorträgen, Kleinkunst und Multivision-Shows. Auftakt (23. Februar, 19 Uhr, Aula Hochschule Rapperswil HSR) und Abschluss (24. März, 19 Uhr, Aula HSR) der Veranstaltungsreihe macht der Geograf Jürg Schulthess mit seiner Multivision-Show „Antarctica“. Am 24. Februar (19 Uhr, Alte Fabrik) referiert der Biologe Ruedi Küng über den Lebensraum Antarktis. Weitere Referenten sind Benno Lüthi, Klemens Pütz, John Dornbierer, Matthias Bigler, Christian Schlüchter und Christine Reinke-Kunze. Am 2. März, 19 Uhr, sind die preisgekrönten Kabarettisten Andreas Thiel & Jean-Claude Sassine mit einer Szenischen Lesung nach Elke Heidenreichs „Am Südpol, denkt man ist es heiss“ in der Aula HSR zu Gast. Im gleichen Saal geben „The Singing Pinguins“ am 23. März, 19 Uhr, ein Acapella-Konzert.


Text: Martin Mühlegg / IG Halle

Anlässe in der Ausstellung UNTER PINGUINEN

Vernissage

Freitag, 22. Februar, 18.00 Uhr

Einführung: Hanspeter Gschwend 


Multivisions-Show

Samstag, 23. Februar, 19.00 Uhr
Antarctica – Land am südlichen Ende der Welt
Jürg Schulthess, Geograf

           

Vortrag

Sonntag, 24. Februar, 19.00 Uhr

Lebensraum Antarktis – Eine erste Begegnung
Ruedi Küng, Biologe

Fachreferate

Freitag, 1. März, 19.00 Uhr
Forschungsprojekt Pinguin – Ein Schweizer Projekt
Benno Lüthi, Antarctic Research Trust

Mein Leben als Forscher – Einblicke in den Alltag
Dr. Klemens Pütz, Pinguinforscher

Szenische Lesung

Samstag, 2. März, 19.00 Uhr
Szenische Lesung – Am Südpol, denkt man ist es heiss

Buch von Elke Heidenreich
Inszeniert von Andreas Thiel & Jean-Claude Sassine

Podiumsdiskussion

Freitag, 8. März, 19.00 Uhr
Podiumsdiskussion
Politik / Umwelt / Tourismus – Zukunft der Antarktis
lic. jur. Evelyne Gerber, H.-U. Schlumpf, Dr. Roland Haudenschild, Benno Lüthi



Vortrag

Samstag, 9. März, 19.00 Uhr
Reisen in der Antarktis – Erlebnis und Abenteuer

John Dornbierer, Reiseveranstalter



Fachreferate

Samstag, 16. März, 19.00 Uhr
Gefrorene Zeit – Klimadaten aus Eiskernbohrungen
Matthias Bigler, Physiker


Eis und Stein – Glazeologie und Geologie

Prof. Dr. Christian Schlüchter, Geologe


Vortrag

Freitag, 22. März, 19.00 Uhr

Gestern / Heute / Morgen – Spuren in der Antarktis

Dr. Christine Reinke-Kunze, Journalistin / Autorin

Konzert

Samstag, 23. März, 19.00 Uhr

The Singing Pinguins – Acapella live

Matinée

Sonntag, 24. März, 11.00 Uhr

Ganz schön cool –  Pinguine in der Werbung

Dr. Christine Reinke-Kunze, Journalistin / Autorin

Multivisions-Show

Sonntag, 24. März, 19.00 Uhr

Antarctica – Land am südlichen Ende der Welt

Jürg Schulthess, Geograf


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