Menü

25. Mai 2025 –
03. August 2025



MAGIC MATTER

Eva Gallizzi, Franziska Schiratzki, Werner Casty, Regula Verdet-Fierz, Aline Witschi

Ausstellungsansicht, Aline Witschi und Werner Casty (HG)
Ausstellungsansicht, Aline Witschi und Werner Casty (HG)
Eva Gallizzi, Druck, Holzschnitt
Eva Gallizzi, Druck, Holzschnitt
Ausstellungsansicht, Eva Gallizzi
Ausstellungsansicht, Eva Gallizzi
Eva Gallizzi, Druck, Holzschnitt
Eva Gallizzi, Druck, Holzschnitt
Vernissage MAGIC MATTER
Vernissage MAGIC MATTER
Ausstellungsansicht, Franziska Schiratzki
Ausstellungsansicht, Franziska Schiratzki
Franziska Schiratzki, Druck, Vernis mou, Aquatinta
Franziska Schiratzki, Druck, Vernis mou, Aquatinta
Ausstellungsansicht, Franziska Schiratzki
Ausstellungsansicht, Franziska Schiratzki
Besuch im Druckatelier von Franziska Schiratzki
Besuch im Druckatelier von Franziska Schiratzki
Aline Witschi, Keramik
Aline Witschi, Keramik
Ausstellungsansicht, Aline Witschi
Ausstellungsansicht, Aline Witschi
Ausstellungsansicht, Aline Witschi und Eva Gallizzi (HG)
Ausstellungsansicht, Aline Witschi und Eva Gallizzi (HG)
Vernissage MAGIC MATTER
Vernissage MAGIC MATTER
Regula Verdet-Fierz, Eiszeichnung
Regula Verdet-Fierz, Eiszeichnung
Ausstellungsansicht, Regula Verdet-Fierz
Ausstellungsansicht, Regula Verdet-Fierz
Regula Verdet-Fierz, Eiszeichnung
Regula Verdet-Fierz, Eiszeichnung
Ausstellungsansicht, Regula Verdet-Fierz und Franziska Schiratzki (HG)
Ausstellungsansicht, Regula Verdet-Fierz und Franziska Schiratzki (HG)
Werner Casty, Zeichnung
Werner Casty, Zeichnung
Ausstellungsansicht, Werner Casty
Ausstellungsansicht, Werner Casty
Werner Casty, Zeichnung
Werner Casty, Zeichnung

MAGIC MATTER

25. Mai – 3. August 2025
Ausstellung der IG Halle im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil


Mit MAGIC MATTER tauchen wir in die Geheimnisse von Materie ein, lassen uns verführen von der Alchemie von Kupfer, von Sonnenspuren oder von Graphit, der seinen Ursprung, das Gestein, auf dem Papier verdichtet.
Die Ausstellung ist inspiriert von KünstlerInnen mit stark materialbezogener Arbeitsweise. Materialprozesse, Körpererfahrung und die eigene Wahrnehmung bestimmen die Entstehung der Werke. Materialien wie Lehm, Kupfer oder Textilien, die seit Urzeiten zur Existenz des Menschen gehören, sind einerseits Medium des künstlerischen Schaffens, andererseits Ausgangspunkt der Reflexion über Materie: In den Werken spiegeln sich Zyklen von Verwandlung und Vergänglichkeit, das Spiel von Fülle und Leere, die Verwandtschaft zwischen organischen, ja kosmischen Strukturen und menschengemachten Formen wie Architektur. Die fünf Kunstschaffenden lassen uns an ihrer Erkundung und Transformation von Materie teilhaben.

Vernissagerede als pdf

Kurator: Guido Baumgartner
Text: Judith Annaheim / IG Halle


Diese Ausstellung wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von:

Kulturförderung Stadt Rapperswil-Jona
Kanton St.Gallen Kulturförderung / Swisslos
Asuera Stiftung
Kanton Zürich
Ortsgemeinde Rapperswil-Jona
Gönnerverein IG Halle | artefix Kultur und Schule
Kulturförderung Stadt Wetzikon
Temperatio Stiftung

Arnold Billwiller Stiftung


mehr lesen

In mehrerer Hinsicht dringt Franziska Schiratzki als Druckkünstlerin zu den Geheimnissen von Materie vor. Ihr wichtigstes Medium, die Kupferplatte, versteht sie nicht bloss als Werkzeug im Tiefdruck, sondern auch als Skulptur, die durch feinste Vertiefungen und das Einwirken von Säure geformt wird. Ihre Drucke zeigen Grundstrukturen des Lebens, organische Formen wie das menschliche Herz, Gehirn oder Zellen, aber auch Architektur als Körper im weiteren Sinne. Die Abzüge auf Japanpapier durchlaufen oft weitere Schritte der Verwandlung, werden zerschnitten, zusammengenäht oder zu luftigen Skulpturen verschlungen. Während die Werke über chemische Prozesse wie Oxydation Zeit sichtbar machen, erscheint das Vergängliche in einer zeitlosen Schönheit. Für ihr Schaffen und ihre Lehrtätigkeit im Bereich der Druckgraphik hat die Stiftung für die Graphische Kunst in der Schweiz Franziska Schiratzki 2022 den Anerkennungspreis verliehen.

Aus Urmaterie geformt
Mit den Kreisläufen des Lebens befasst sich Aline Witschi in ihren Arbeiten der letzten Jahre, die aus Ton geformt sind. Die Bildtafeln von erzählerischem Charakter sowie Installationen im Raum und an der Wand umfassen auch Reflexionen über das Material selbst, seine Herkunft aus der Erde, aus Wasser und Mineralien. Die alles durchdringenden Vernetzungen im Grossen wie im Kleinen sind in den Installationen in Form von Ketten vergegenwärtigt. Mehrere hundert handgeformte Ringe oder Haken aus gebranntem Ton sind miteinander verhängt und erinnern an textile Elemente, an Maschen und Fäden. In ihrer Materialisierung in Keramik machen sie gleichzeitig Verbundenheit und Zerbrechlichkeit bewusst. Durch die Wiederholung der Form entsteht ein Rhythmus, der in der körperlichen Arbeit selbst auch Kontemplation ermöglicht.

Bau-Steine des Lebens
Die Zeichnungen von Werner Casty sind untrennbar mit der Erfahrung des Wanderns verbunden: in den Bündner Bergen, den Wäldern des Engadins oder auf der Insel Elba. Es scheint, als verdichte der Zeichner auf dem Papier diese körperliche Erfahrung, während er schroffes Geröll, schneebedecktes Unterholz oder die Gischt einer Brandung auf fast fotorealistische Weise sichtbar macht. Die Bilder, die über Wochen oder Monate entstehen, lassen ahnen, dass das leblose Gestein gleichzeitig Grundbaustein des Lebens ist. Die mineralische Welt in Schwarzweiss wird in den neueren Werken von einzelnen Farbflächen gebrochen; die Gegenständlichkeit von einer abstrakten Komponente überlagert. Ähnlich wie Franziska Schiratzki von der Magie des Zwischenraums fasziniert ist, arbeitet Werner Casty mit der Spannung zwischen dichter Struktur und leeren Flächen, zwischen Papierweiss und Grafitgrau, zwischen Licht und Materie.

Mehr als Dinge
Auch die Zürcher Holzschnittkünstlerin Eva Gallizzi geht von Gesehenem und Erlebtem aus, das sie nicht etwa fotografisch, sondern in Skizzenbüchern festhält: Bohrköpfe, besichtigt im Norwegischen Ölmuseum in Stavanger; das grösste Eisenwasserrad Europas, überraschend in der Nähe von Zürich entdeckt; die Spuren von Wüstenameisen im Sand; Computerfestplatten. So konkret diese Sujets sind, so assoziativ erscheinen sie in den Holzdrucken, die weit über die gegenständliche Darstellung hinaus führen und die materielle Welt auf geheimnisvolle Weise sichtbar machen. Das Schneiden in Massivholzplatten ohne Vorzeichnung erlaubt Eva Gallizzi freie, aus dem Prozess entstehende Gestaltungen. Zudem druckt sie seit über 30 Jahren in der eigenen Werkstatt, um die Möglichkeiten ihres Mediums voll auszuschöpfen. 

Magisch elementar
Regula Verdet-Fierz lässt in ihren Sonnenzeichnungen, Chlorophyl-Abrieben und Eisblumen die Elemente wirken und arbeitet für ihre Schneckenwerke auch mit den Tieren zusammen. Aus dem Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen des Kantons Graubünden hat sie 2022 einen Werkbeitrag erhalten, den sie für das Aufzeichnen des Sonnenlaufs in Cyanotypietechnik einsetzte. Während sie so die Magie von Naturvorgängen sichtbar macht, schafft sie mit ihren textilen Werken eine Magie der Wahrnehmung: In der von ihr entwickelten Technik „Farbe IN Leinwand“ wird jeder einzelne Leinenfaden vor dem Verarbeiten am Webstuhl ganz oder abschnittweise bemalt. Die Farbkompositionen wandeln sich unter wechselnden Blickwinkeln im Raum. Zeit und Bewegung sind zentral im Werk von Regula Verdet-Fierz.

Verbinden und Entdecken
MAGIC MATTER lenkt die Aufmerksamkeit auf die materielle und sinnliche Realität unseres Lebens und betont das Verbindende, das in den alles durchdringenden Naturelementen sowie den formgebenden Gesetzmässigkeiten liegt.

In den begleitenden Anlässen können Interessierte eigene Erfahrungen mit Materialien und Techniken machen: Die Kunstfabrik Wetzikon lässt Menschen mit Handicap und bildnerischem Interesse in der Ausstellung zeichnen und lädt alle BesucherInnen zum Mitzeichnen ein. Wer hingegen selbst einmal einen Holzschnitt schaffen möchte, kann sich von Eva Gallizzi in einem ganztägigen Workshop in diese Kunst einführen lassen. Die Führung im Druckatelier von Franziska  Schiratzki in Zürich gibt Einblick in die Arbeit mit verschiedenen Drucktechniken – Eintauchen in eine magische Welt.

 

Anlässe in der Ausstellung MAGIC MATTER

Vernissage

Sonntag, 25. Mai, 11.30 Uhr

Einführung: Guido Baumgartner, Co-Präsident und Kurator IG Halle
Mit anschliessendem Apéro
Ganzer Tag freier Eintritt

Kindervernissage mit artefix

Sonntag, 25. Mai, 11.30 Uhr
Für Kinder von 5–15 Jahren. Wir begeben uns auf eine Entdeckungstour durch die neue Ausstellung MAGIC MATTER und setzen diese Kunstbegegnung im Atelier in ein eigenes Werk um.

Mit artefix kultur und schule.

Kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich. Treffpunkt um 11.30 Uhr beim Eingang des Kunst(Zeug)Haus.
Die Kindervernissage findet parallel zur öffentlichen Vernissage für Erwachsene statt. Die Kinder besuchen die Kindervernissage ohne Begleitung von Erwachsenen. Die Kinder können von 12.30 bis 13.00 Uhr im Atelier des Kunst(Zeug)Haus abgeholt werden (Tor 13 im Osten des Gebäudes). 

Besuch im Druckatelier von Franziska Schiratzki

Mittwoch, 4. Juni, 18.00 – 20.00 Uhr
Besuch und Führung im Druckatelier von Franziska Schiratzki in Zürich.
Eintauchen in eine magische Welt. Franziska Schiratzki gibt Einblick in ihre Arbeit mit verschiedenen Drucktechniken.
Max. 15 Personen
Anmeldung unter ­info-Blindtext-@ighalle.ch
30.– inkl. Apéro

Öffentliche Führung

Sonntag, 15. Juni, 15.00 Uhr
Kurator Guido Baumgartner führt durch die Ausstellung
20.– inkl. Museumseintritt
Für Mitglieder Gönnerverein kostenlos

Sommerfest auf dem Zeughausareal

Samstag, 21. Juni, ab 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr
Ganzer Tag Eintritt frei

Sommerfest auf dem Zeughausareal

Einblick ins bunte Programm:

  • Schnupperkurse in Flamenco, Everdance oder Yoga
  • Atelier für Gross und Klein
  • Kunst & Stift für Erwachsene
  • Multikulturelles Essangebot
  • Spielen in der Offline-Oase
  • Tanzbar


Rundgang durch die Ausstellung MAGIC MATTER

20.00 Uhr, Führung durch Kurator Guido Baumgartner


Alle Infos zum Sommerfest:

zeughausareal-rapperswil-jona.ch/midsommar-sommerfest-zeughausareal/

Labor im Museum, Kunstfabrik

Sonntag, 22. Juni, 14.00 – 16.00 Uhr
Labor im Museum, Kunstfabrik
„Wir packen in der Kunstfabrik unseren Koffer und kommen ins Museum zum Zeichnen. Irgendwo in der Ausstellung werdet ihr uns finden und wir freuen uns, wenn ihr uns über die Schulter schaut, mit uns sprecht und sogar mitzeichnet.“
Die Kunstfabrik Wetzikon begleitet Menschen mit Handicap und bildnerischem Interesse professionell in ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Zur Einführung Rundgang mit Kurator Guido ­Baumgartner.

Im Museumseintritt inbegriffen
Für Mitglieder Gönnerverein kostenlos

Holzschnitt-Workshop

Sonntag, 29. Juni, 11.00 – 17.00 Uhr
Eva Gallizzi führt in einem ganztägigen Workshop in die Kunst des Holzschnitts ein.
Für Erwachsene, max. 10 Personen. Anmeldung unter ­
info-Blindtext-@ighalle.ch
80.– inkl. Material

Finissage: Rundgang mit den Kunstschaffenden

Sonntag, 3. August, 11.30 Uhr

Finissage-Rundgang mit Eva Gallizzi, Franziska Schiratzki, Werner Casty, Aline Witschi und Regula Verdet-Fierz.

Im Gespräch mit den Kunstschaffenden führt Kurator Guido Baumgartner durch die Ausstellung MAGIC MATTER. Die Gelegenheit, um die Ausstellung zu sehen, die Künstlerinnen und Künstler zu treffen und persönliche Einblicke in ihr Schaffen zu bekommen.

25.– Eintritt
10.– für Mitglieder Gönnerverein

Kommentare (0)

Kommentar schreiben